Geklaut von Hei­se

Spaß mit der GEZ

shai hulud (14. April 2004 22:00)

Aus einem ande­ren Forum:

30. Dezem­ber, müde und abge­spannt von der Arbeit fuhr ich in die Woh­nung mei­ner Freun­din. Dort war es auf­ge­räumt, im Kühl­schrank war etwas zu essen. Nach­dem ich mir den Magen voll­ge­schla­gen hat­te, mach­te ich es mir auf dem Sofa bequem.

In die­sem Moment klin­gelt es an der Woh­nungs­tür. Ich gehe zur Tür und bli­cke durch den Spi­on. Dort stand ein etwa 40 Jah­re alter, gut geklei­de­ter Mann.

Kaum hat­te ich die Tür geöff­net, fing der gute Mann auch schon an: GEZ-Scherge: Guten Tag, mein Name ist Lars Läs­tig, ich bin ihr Rundfunkgebührenbeaufftragter.….blabla.…..blabla“

GEZ? Wirk­lich ein GEZ-Scherge? Oh je…

GEZ-Scherge: „.….…..blabla.….…sind sie FRAU ANJA K.?“

Hat der mich wirk­lich gera­de gefragt ob ich Frau Anja K. (mei­ne Freun­din) bin? (Ich sehe nun wirk­lich nicht wie eine Frau aus, zudem trug ich einen deut­lich sicht­ba­ren 3-Tagesbart)

Das ver­schlug selbst mir die Spra­che. Stil­le mach­te sich im Haus­flur breit. Plötz­lich traf mich der Ham­mer der Erkennt­nis: Es gibt ein Leben nach dem Gehirn­tod, der Beweis steht vor dir. Pack den Typen ein und der nächs­te Nobel­preis ist dir sicher. Ich ent­schied mich dage­gen, denn der gute Mann war sicher nicht stu­ben­rein und ich ant­wor­te­te ihm statt­des­sen, daß ich Gina W. sei, die unehe­li­che Toch­ter von Frau K.

GEZ-Scherge: Nagut las­sen wir das. Sie wis­sen sicher.……blabla.….…verpflichtet .….…..blabla.….…anzumelden.…..“

Ich unter­brach den Rede­fluss des GEZ-Schergen nur ungern, aber ich teil­te ihm mit, daß ich mal auf die Toi­let­te müß­te, ver­sprach ihm aber, daß ich gleich wie­der da bin und schloß die Tür hin­ter mir.

Nach 5 Minu­ten gab es die ers­ten zar­ten Klingelversuche.

Nach wei­te­ren 3 Minu­ten klin­gel­te er Sturm und ich öff­ne­te wie­der die Tür.

GEZ-Scherge: Was haben sie denn solan­ge gemacht?“

Wahr­heits­ge­mäß ant­wor­te­te ich ihm, daß ich ein lau­war­mes Bier getrun­ken habe. Außer­dem muß­ten mal wie­der mei­ne Fuss­nä­gel geschnit­ten werden.

GEZ-Scherge: So eine Frech­heit, sowas habe ich ja noch nie erlebt.…“

Ich muß­te dem guten Mann lei­der Recht geben und ver­sprach mei­ne Freun­din noch heu­te Abend dar­auf anzu­spre­chen, war­um sie das Bier nicht in den Kühl­schrank gestellt hat­te. Wirk­lich eine Frech­heit. Nun lief die­ser geis­ti­ge Tief­flie­ger rot an und ras­te­te aus.

GEZ-Scherge: Wenn sie noch wei­ter so ein Kas­perl­thea­ter ver­an­stal­ten, kann ich auch ande­re Sei­ten auf­zie­hen. Ein Anruf von mir und die Poli­zei durch­sucht ihre Wohnung.…..blabla.…… das wird sehr teu­er für sie.…..blabla“.

Logisch, mit Bun­des­grenz­schutz und Sondereinsatzkommando.

Sicht­bar ein­ge­schüch­tert ver­sprach ich nun, effek­tiv mit­zu­ar­bei­ten und mein Kas­perl­thea­ter blei­ben zu lassen.

GEZ-Scherge: Besit­zen sie einen Fern­se­her oder ein Radio?“

Freund­lich gab ich dem Mann Aus­kunft. Ja klar, ich besit­ze 2 Fern­se­her, 3 Radi­os, noch ein Radio in mei­nem Büro und zwei in mei­nen Autos.“

GEZ-Scherge: Haben sie die­se angemeldet?“

Nein, bis­her lei­der nicht.“

GEZ-Scherge: Wie lan­ge besit­zen sie die­se Gerä­te schon?“

Ca. 10 – 12 Jahre.“

Uiiiii, jetzt war er am Sab­bern, als er sei­ne Pro­vi­si­on in Gedan­ken über­schlug. Nun­ja, um es kurz zu machen, er hielt mir nach 1 – 2 Minu­ten zwei Zet­tel zur Unter­schrift unter die Nase. Eine Anmel­dung der GEZ und einen Schrieb, daß ich schon seit 5 Jah­ren die Gerä­te besit­ze. Bei­des auf den Namen und die Adres­se mei­ner Freun­din ausgestellt.

Freund­lich wie ich nun ein­mal bin teil­te ich ihm mit, daß ich weder Frau Anja K. bin, noch hier wohne.

GEZ-Scherge: Wo woh­nen sie denn?“

Ich: Wis­sen sie das nicht?“

GEZ-Scherge: Née“

Ich: Super, schö­nen guten Abend“

Ich schloß die Tür, schal­te­te die Klin­gel ab und den Fern­se­her ein, das Bier war auch schon etwas kühler.

Wenn ich Glück habe, kom­men viel­leicht auch bald mal wie­der die Zeu­gen Jeho­vas vorbei.“